Löwentanz
Der Löwe ist ein Fabeltier
der asiatischen Sagenwelt und hat die
Fähigkeit, das Böse zu vertreiben. Er ist auch ein Symbol für Mut,
Kraft, Stärke und Weisheit. Traditionell wird der Löwentanz beim chinesischen Neujahrsfest
aufgeführt, aber auch bei anderen Feierlichkeiten und Festivitäten, um
dem Anlass und den Anwesenden Glück, Frieden, Wohlstand und Erfolg zu
bringen und böse Geister zu vertreiben.
Der Löwentanz wird von vielen Kampfkunstschulen gelehrt und praktiziert. Im Löwentanz zeigen die Kampfkünstler ihr Können durch akrobatische Bewegungen: Durch ihre Geschicklichkeit bringen sie verschiedene Charaktereigenschaften und die Lebendigkeit des Löwen zum Ausdruck.
Der Legende nach kommt der Tanz aus der chinesischen Provinz Guangdong:
"Eines Tages erschien ein eigenartig aussehendes Tier in dem Dorf
Lingnan. Es war eine mächtige Kreatur mit einem Horn auf der Stirn. Es
fiel in das Dorf ein und fraß alles Gemüse und alle Früchte, die die
Bauern angepflanzt und geerntet hatten. Das gleiche Tier kehrte jedes Jahr zur gleichen Zeit in das Dorf zurück
und erhielt deshalb den Namen 'Jahresmonster'. Die Einwohner hatten sehr große Angst vor dem Jahresmonster, fürchteten
sich aber, es anzugreifen und zu töten. Deswegen kamen sie auf die
Idee, das Biest mit lauten Trommeln und Lärm von ihrem Dorf fern zu
halten."
Über die Zeit entwickelte sich hieraus der Löwentanz, wie man ihn heute
kennt.
Eine andere Legende beschreibt, wie dem chinesischen Kaiser Qian Long während der Qing-Dynastie im Traum ein mythisches Wesen mit einem Horn auf der Stirn erschien. Die Traumdeuter des Kaisers erkannten das Tier als Löwen, den König der Tiere und fortan war diese mythische Kreatur als Ruishi, der „Glückslöwe“ bekannt, zu dessen Ehren der Löwentanz am kaiserlichen Hof aufgeführt wurde.
Die Vo-Dao-Viet-Nam-Schule Aachen praktiziert den Löwentanz seit mehreren Jahren.
